Dialog Frau Martin und Frau Sitter (Lesetext)

Lesen Sie den Text. Klären Sie die unbekannten Wörter mit Hilfe des Wörterbuchs und schreiben Sie die neuen Begriffe ins Kursglossar.

Herr Sitter hatte eine schwere Lungenentzündung und war 14 Tage im Krankenhaus. Nun ist er zurück im Pflegeheim. Körperlich hat sich Herrn Sitter wieder ganz gut erholt, aber seine Demenz hat sich seit dem Krankenhausaufenthalt sehr stark verschlechtert. Herr Sitter ist zeitlich und örtlich nicht mehr orientiert und erkennt auch die Pflegekräfte nicht mehr. Nachts läuft er oft unruhig durch die Station und findet sein Zimmer nicht mehr ohne Hilfe. Letzte Nacht ist er auf der Suche nach einer Toilette gestürzt und hat sich leicht verletzt. Pflegedienstleiterin Frau Martin bespricht die Situation mit Frau Sitter.

Frau Sitter:

Das ist schlimm mit meinem Mann. Es geht ihm ja viel schlechter, seit er im Krankenhaus war. Selbst mich erkennt er manchmal nicht. Ich mache mir solche Sorgen um ihn.

Frau Martin:

Das kann ich gut verstehen, Frau Sitter. Die Demenz ist wirklich in kurzer Zeit stark fortgeschritten. Aber das beobachten wir leider häufiger nach Krankheiten oder Krankenhausaufenthalten.

Frau Sitter:

Was können Sie denn tun, damit er nicht die ganze Nacht durch die Station läuft. Ich habe solche Angst, dass er wieder stürzen könnte. Vielleicht hilft ja ein Schlafmittel.

Frau Martin:

Nein, Frau Sitter. Ein Schlafmittel könnte Ihrem Mann sogar schaden. Stellen Sie sich vor, er wird trotz Schlafmittel nachts wach und läuft herum. Durch das Schlafmittel ist er benommen und sein Sturzrisiko ist viel höher.

Frau Sitter:

Aber man muss ihn doch irgendwie schützen können.

Frau Martin:

Ich werde mit meinen Kollegen besprechen, welche Maßnahmen wir zum Schutz ihres Mannes ergreifen können. Dieser Bewegungsdrang und die Unruhe sind typisch für Demenzkranke.

Last modified: Wednesday, 20 February 2019, 10:22 AM